Am Montag, den 09.07.2001 gegen 23.40 Uhr ereignete sich auf der Bundesautobahn 9, München-Berlin,
zwischen den Anschlussstellen Schnaittach und Hormersdorf in der Hienbergauffahrt ein Verkehrsunfall, bei dem
eine Person getötet, eine Person schwer und eine Person leicht verletzt wurden.
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Ein 46-jähriger Kraftfahrer aus Baden-Württemberg fuhr mit seinem 40-Tonnen-Zug, beladen mit 10 Tonnen
Verbandsmaterial, auf der rechten von drei Spuren in Richtung Berlin. Offensichtlich erkannte er einen vor
ihm fahrenden VW-Bus, der von einem 37-jährigen Weissrussen gefahren wurde und der Autoreifen geladen
hatte, zu spät.
Obwohl der 46-Jährige versuchte, nach links auszuweichen, konnte er es nicht mehr verhindern,
dass er nahezu ungebremst auf das Heck des VW-Busses auffuhr. Beide Fahrzeuge gerieten anschließend
nach rechts. Der Kleinbus wurde zwischen Leitplanke und Lkw eingeklemmt, der Anhänger des Lkws kippte
nach rechts auf die Schutzplanke und begrub den VW-Bus unter sich. Der Lkw prallte mit seiner linken Seite
gegen das Heck des Anhängers eines vorausfahrenden Pkws.
Dadurch knickte das Gespann ein, der ziehende Pkw wurde quer vor den Lkw geschleudert und von diesem erfasst.
Der nicht angegurtete Fahrer des Kleinbusses wurde aus seinem Fahrzeug geschleudert und tödlich verletzt.
Der 30-jährige Pkw-Fahrer, ebenfalls Weissrusse, wurde schwer verletzt ins Krankenhaus Lauf eingeliefert.
Der unfallverursachende 46-jährige Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt.
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Die Erstalarmierung erfolgte für die Feuerwehr Schnaittach.
Nach ersten Meldungen sollte auf der Autobahnbrücke mindestens eine Person in einem Fahrzeug eingeklemmt
sein und außerdem war nicht auszuschließen, dass eine Person über oder durch das Brückengeländer
geschleudert wurde.
Aufgrund der großräumigen Schadenslage wurde das THW Lauf zum Ausleuchten alarmiert. Das Absuchen des
Feldes unterhalb der Hienbergbrücke blieb ergebnislos, es wurde keine Person über die Brücke geschleudert.
Das THW Lauf leuchtete die Schadenstelle mit der Polyma-Lichtgiraffe, GKW 2 Lichtmast, Lichtmast von NEA-Aggregat,
sowie Stativ-Scheinwerfer (insgesamt 9.500 Watt) großräumig aus. Die Helfer halfen bei den Bergungsarbeiten
und säuberten die Unfallstelle.
Der Einsatz für die Helfer aus Lauf endete um 5.30 Uhr.
Links:
Pegnitz-Zeitung Lauf
kfv-online
Eingesetzte Kräfte:
THW Lauf:
GKW 1, GKW 2, Polyma-Lichtgirrafe, NEA-Aggregat mit Lichtmast, Radlader, Kipper, MTW-Sprinter
FF Schnaittach FF Hedersdorf FF Simmelsdorf Polizei Rettungsdienst Notfall-Seelsorger Autobahnmeisterei
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